Anfang 1997 führte die ugandische Regierung auf Initiative von Staatspräsident Yoweri Museveni die "Universal Primary Education" (UPE) ein. Alle Kinder und Jugendlichen sollten eine kostenlose Grundschulbildung bekommen. Die Regierung ging drei Versprechen ein:
• Sie bezahlt die Schulgebühren für bis zu vier Kindern pro Familie. Seitdem ist die Einschulungsrate rapide gestiegen. 150 Kinder lernen in Klassenräumen, die eigentlich nur für 50 gedacht waren. Vor allem auf dem Land werden in fast allen Schulen einige Klassen draußen unterrichtet.
• Sie finanziert die Gehälter des Lehrpersonals.
• Sie stellt Baumaterial für weitere Klassenräume zur Verfügung. Diese Zusage konnte sie aufgrund fehlender Mittel nicht einhalten.
Das Projekt
In fünf Distrikten entstehen insgesamt 30 Grundschulen mit je sieben Klassenzimmer - mit finanzieller Unterstützung der Kindernothilfe und der Europäischen Kommission (EK). Für jede gespendete Mark legt die EK noch einmal die gleiche Summe drauf. In den 210 neuen Klassenzimmern können 8.400 Mädchen und Jungen unterrichtet werden.
Der ugandische Kindernothilfe-Partner African Evangelistic Enterprise (AEE) stellte unter anderem Holz, Zement, Türen, Fenster, Wellblechdächer und Facharbeiter zur Verfügung, die Eltern brachten Ziegel, Sand, Steine und Wasser mit und packten selbst mit an.
Die erste der 30 Schulen wurde in Kitimbwa eingeweiht. Am Festprogramm nahmen unter anderem auch die First Lady Ugandas, Janet Museveni, teil.