Kindernothilfe sagt 25.000 Euro zu und ruft zu Spenden auf / "Immer mehr Kinder von Hunger bedroht"
(Duisburg, 17. Juni) Die Kindernothilfe versorgt hungernde Kinder, Jugendliche
und ihre Familien in Malawi im südlichen Afrika mit Lebensmitteln. Die
Soforthilfe für die Hungernden erreicht 2.700 Haushalte in Chikwawa und
Phalombe. Darunter sind rund 1.000 besonders schwer vom Hunger bedrohte
Mädchen und Jungen unter fünf Jahren. Diese Kinder bekommen zur Stunde einen
proteinhaltigen Mix aus Soja und Mais zur Herstellung eines Getreidebreis. Die
Familien hatten wegen dramatischer Ernteausfälle in den letzten Monaten bereits
den noch grünen und unreifen Mais gegessen und stehen nun ganz ohne Ernte da.
Halex Mtegha, Vertreter der malawischen Partnerorganisation ELDP: "Die
Situation für Kinder und Jugendliche spitzt sich zu. In den Regionen Malawis,
in denen wir helfen, werden bald noch mehr Kinder von Hunger bedroht sein."
Diese Erfahrungen machen nicht nur die Kindernothilfe-Partner in Malawi.
Die Vereinten Nationen hatten nach einem Krisengipfel Ende letzter Woche
auf die Dramatik im gesamten südlichen Afrika hingewiesen. Ein Vertreter
des Welternährungsprogramms betonte, dass sofort 1,2 Millionen Tonnen
Nahrungsmittel benötigt würden. Rund 13 Millionen Menschen seien vom
Hungertod bedroht, wenn die internationale Gemeinschaft ihnen nicht bis
zur nächsten Ernte im kommenden Jahr über die Runden hilft.
Die Kindernothilfe sagt 25.000 Euro Soforthilfe für die hungernden Menschen
in Malawi zu und ruft zu weiteren Spenden auf.
Spenden nimmt sie gerne entgegen unter dem
Stichwort "Malawi/90125"
45 45 40
Bank für Kirche und Diakonie eG, Duisburg
BLZ 350 601 90 (www.kindernothilfe.de)
Die Spenden kommen dem Soforthilfe-Programm in Malawi zugute.
Es umfasst neben der Not-Versorgung auch Saatguthilfen und Ackerbaugeräte,
die künftige Ernten sicherstellen sollen.
Ihr Ansprechpartner: Sascha Decker, 0203-7789 230; 0173-6112168
Mitteilung der Kindernothilfe zu den Pressemitteilungen des UNHCR
und "Save the Children"
herzlichen Dank für Ihre kritische und engagierte Reaktion auf die aktuellen
Pressemeldungen.
Zunächst: Die Vorwürfe, die "Save the Children" erhebt, betreffen
Mitarbeiter von solchen Organisationen, die im Auftrag der UN
Flüchtlingshilfe in Westafrika geleistet haben. In dieser Region arbeitet
die Kindernothilfe nicht. Von den aktuellen Vorwürfen kann also keine
unserer Partnerorganisationen bzw. deren Mitarbeiter betroffen sein.
Dennnoch sind die Meldungen natürlich trotzdem auch für uns alarmierend. Das
Ergebnis der Studie von "Save the Children" und dem UNHCR wird jedenfalls
auch für die Kindernothilfe Anlass sein, mit unseren Partnern vor Ort noch
stärker auf den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung hinzuwirken.
Schon jetzt gilt: Die Kindernothilfe und ihre Partner setzen sich für den
Schutz von Kindern und ihrer Rechte ein. In der Projektarbeit vor Ort finden
daher auch Standards Beachtung, die jede Vorteilsnahme oder gar sexuelle
Erpressung von Kindern und Jugendlichen verhindern sollen.
Darüber hinaus ist die Kindernothilfe Mitglied von ECPAT Deutschland, einem
bundesweiten Zusammenschluss von 28 Institutionen und Gruppen, die sich für
die Einhaltung der UN-Konvention über die Rechte der Kinder einsetzt. Die
Arbeit dieses Bündnisses und seiner Mitgliedsorganisationen wird von dem
Grundsatz geleitet, dass jedes Kind Anspruch auf umfassenden Schutz vor
allen Formen der Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs hat.
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!
Rückkehr- und Wiederaufbauhilfe für afghanische Flüchtlinge
Renate Vacker
(Duisburg, 21.03.2002) Die Kindernothilfe wird in pakistanischen Flüchtlingslagern
mobile Mutter- und Kindzentren für afghanische Flüchtlinge einrichten. Schwerpunkt
der Maßnahmen sind die Nord-West-Provinz und Stammesgebiete. Dafür werden rund
600000 Euro bereitgestellt.
In den mobilen Mutter- und Kindzentren werden schwangere und stillende Mütter sowie
Kinder bis sechs Jahre medizinisch betreut. Mit Vitamintabletten und proteinhaltigen
Lebensmitteln wie Milch und Eiern sollen vor allem die Folgen der mangelhaften
Ernährung gezielt bekämpft werden. In mobilen Zeltschulen können Kinder aller
Altersgruppen am Unterricht teilnehmen. Da vielfach ganze Dorfgemeinschaften in den
Lagern Zuflucht gesucht haben, können diese mobilen Zentren mit den Flüchtlingen in
ihre Heimatdörfer zurückkehren und beim Neuanfang helfen. Das Programm wird mit der
internationalen Organisation SNI durchgeführt. Noch immer verlassen 1 000 Menschen
pro Tag Afghanistan, um in Pakistan Sicherheit und Schutz vor der Dürre zu finden.
Ihre Lage ist prekär, denn zur Zeit werden nur noch 14 von 117 Flüchtlingslagern in
der Nord-West-Provinz und den Stammesgebieten durch das Welternährungsprogramm der
Vereinten Nationen versorgt.
In Afghanistan selbst wird die Kindernothilfe Rückkehrer beim Wiederaufbau ihrer
Häuser unterstützen. Schützende Unterkünfte sind wegen der klimatischen Gegebenheiten
eine absolute Voraussetzung für den Neubeginn. Traditionell werden die Dächer der
aus Lehm gebauten Häuser durch Holzbalken getragen. Holzbalken sind jedoch aufgrund
der weiträumigen Abholzung sehr teuer, und ihre Verwendung ist ökologisch
unvertretbar. Betonbalken sind eine relativ günstige Alternative.
Die Kindernothilfe wird SNI dabei unterstützen, im Osten Afghanistans eine Werkstatt
zur Herstellung bewehrter Betonbalken wiederaufzubauen. Hier werden auch
Arbeitsplätze entstehen. Die Werkstatt war wie drei andere nach dem erzwungenen
Exodus der Nichtregierungsorganisationen im September letzten Jahres stillgelegt
und geplündert worden.
Die Kindernothilfe bittet dringend um Spenden unter dem Stichwort:
"90120 Flüchtlingshilfe Afghanistan"
Eine Online-Spende ist möglich unter
www.kindernothilfe.de
oder auf das Konto:
45 45 40
Bank für Kirche und Diakonie eG, Duisburg
BLZ 350 601 90 (www.kindernothilfe.de)
Ihr Ansprechpartnerin: Renate Vacker
Telefon 0203.7789-159, Fax: -118